Next Autopia III – VW AutoUni gastiert in Hamburg

volkowagen_01Ende Juni 2018 begleitete mobilecular ein weiteres Mal die VW AutoUni auf einer „Learning Journey“. Veranstaltungsort war diesmal Hamburg. Im Coworking Space von Rent24 gab es vier inhaltliche Impulse.

Neben der Zukunftsperspektive „Next Autopia“ von Thomas Sauter-Servaes skizzierte Prof. Dr. Stephan Rammler die Auswirkungen gegenwärtiger Megatrends auf Mobilität und Verkehr. Grundlage war sein in diesem Jahr erschienenes Buch „Volk ohne Wagen“. Weiterer Diskussionsinput kam von Prof. Dr. Günter Faltin, Gründer der Teekampagne, und Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz, Leiterin des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der TU Braunschweig. In jeweils anschliessenden Fishbowl-Sessions wurden die Kernaussagen der Referenten mit den Teilnehmern der Learning Journey diskutiert.

Advertisements

Stadtwerkstatt Winterthur: Wege – begehen und weiterkommen

faw_01Das Forum Architektur Winterthur lädt zu interdisziplinären Stadtwerkstätten ein und beteiligt sich so an der von der Stadt durchgeführten Testplanung «Räumliche Entwicklungsperspektive Winterthur 2040». Die Ergebnisse der Testplanung sollen die Grundlage für das neue Entwicklungsleitbild von Winterthur bilden.

Gemeinsam mit der interessierten Winterthurer Bevölkerung will das Forum die Planung der zukünftigen Stadt bereichern, beflügeln und im Alltag mittragen. Darum organisieren wir interdisziplinäre Anlässe, die zu einer gemeinsamen Vorstellung einer räumlichen Entwicklung beitragen: die Stadtwerkstätten.

Am 26. Mai standen in der dritten Stadtwerkstatt folgende Aspekte im vordergrund: Selbstfahrende Autos und mehr Menschen verändern die Verkehrsflüsse. Wie viel und welche Mobilität braucht die Stadt? Sind plötzlich schmalere Strassen und weniger Parkplätze gefragt, weil das Car-Sharing ein Gebot der Stunde ist? Wird der Strassenraum noch vielfältiger oder ist eine Segregation zielführender? Wie lassen sich Strassenräume entwickeln, die trotz ihrer hohen Verkehrsdichte eine gute Aufenthaltsqualität bieten?

Thomas Sauter-Servaes war eingeladen, seine Perspektive auf die Zukunftsmobilität zu schildern. Er diskutierte diese Sichtweise im Anschluss an den Vortrag mit Andreas Sonderegger und Fritz Kobi.

faw_02.jpg

faw_01

faw_03

 

Die große Nullnummer – Effizienzillusion einer digitalisierten Mobilität

Hervorgehoben

ams_01In jedem Jahr lädt die renommierte deutsche Automobil-Zeitschrift „auto motor und sport“ zum AMS-Kongress Mobilität der Zukunft ein. 2018 versammelten sich zum neunten Mal führende Köpfe der Autobranche, Experten und Visionäre der Mobilität in Stuttgart, um einen Tag lang über die neuesten Entwicklungen zu diskutieren. Mit dabei war Thomas Sauter-Servaes, der in seinem Abschlussvortrag „Die große Nullnummer – Effizienzillusion einer digitalisierten Mobilität“ gängige Denkweisen hinterfragte.

Digitalisierung und Robotisierung werden in den kommenden Jahren den Strassenverkehr revolutionieren. Die grosse Hoffnung ist dabei, die Ineffizienzen der gegenwärtigen Automobilität massiv zu senken. Versprochen wird nicht weniger als das Second Car Age, die Neuerfindung des Automobils.

Wäre diese Innovation eine Fachzeitschrift, befänden wir uns gegenwärtig im Stadium der so genannten Nullnummer: Eine allererste Ausgabe, die vor der eigentlichen Markteinführung erscheint und noch nicht käuflich erworben werden kann, wird zur optischen Veranschaulichung präsentiert und soll helfen, (Anzeigen-)Kunden zu werben. Dieses Hochglanz-Schaulaufen ist momentan in vollem Gange.

ams_kongress_2018_de_604_klein

Die Nullnummer steht in diesem Fall aber auch für das Kernziel-Triumvirat des neuen Auto-Zeitalters: null Verkehrstote, null Emissionen, null Stau. Das Erreichen dieser „Vision tripe-zero“ könnte die städtische Lebensqualität auf ein bislang unerreichbares Niveau heben.

Doch auch dann droht noch eine Nullnummer im Sinne eines komplett erfolglosen Vorhabens. Denn erfolgt diese Transformation des Verkehrssystems ungesteuert, haben der leichtere Zugang automatisch verkehrender Taxiservices, deren hohe Verfügbarkeit und deutlich fallende Mobilitätspreise ein steigendes Fahrtenaufkommen und zunehmende Beförderungsweiten zur Folge. Nur wenn diese Reboundeffekte durch eine aktive Gestaltung des Gesamtsystems Verkehrs eingedämmt werden, wird die schöne neue Mobilitätswelt nicht zu einer Huxleyschen Dystopie.

ams_kongress_2018_de_589_klein

Trendinterview zur Zukunft der Mobilität

tcs_02Dreimal jährlich informiert die Mobilitätsakademie des TCS in ihrem Trendbrief über Zukunftsthemen und lädt hierfür auch Experten und Partner ein, ihren Blick auf die Zukunft der Mobilität zu schildern. Der Trendbrief soll dazu anregen, sich Gedanken zur Zukunft der Mobilität zu machen und Diskussionen zu Trends und Visionen anzustossen. In der Ausgabe vom Oktober 2017 stand Thomas Sauter-Servaes Rede und Antwort auf 10 Fragen der Mobilitätsakademie. Das komplette Interview ist auch online verfügbar.