Langsamer ist besser: Starten und Warten für das Klima

wusfdk_kleinIn der Ausgabe 4/2013 des Fachmagazins Internationales Verkehrswesen erörtert ZHAW-Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von der TU Dresden und vom innoz Berlin die Potenziale neuartiger Logistikangebote. Denn nicht immer ist die schnellste Variante auch die beste.

Effizientere Güterverkehre spielen eine entscheidende Rolle, wenn die gesetzten Klimaziele erreicht werden sollen. Tatsächlich bedarfsgerechte Liefergeschwindigkeiten können hierzu ein wichtiger Schlüssel sein, wie die Ergebnisse des „MovingIDEAS“-Innovationsprozesses zeigen.

Im Rahmen des von „MovingIDEAS“ initiierten Wettbewerbs der Deutschen Bahn AG errang das Konzept „Warten für das Klima“ den ersten Platz. Es greift das Problem der steigenden Verkehrs- und Umweltbelastung durch den Versandhandel auf. Dieser Lösungsansatz schlägt vor, dem Kunden die Entschleunigung der Transportprozesse über die „Warten für das Klima“-Option zu ermöglichen.

In dem Beitrag erörtern die Autoren nicht nur ein alternatives Logistikangebot, sondern beschreiben an diesem Beispiel zudem ausführlich einen vorbildlichen Innovationsprozess.

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Soft Mobility – Neue Auflage für neue alte Herausforderungen

In der Broschüre „Soft Mobilitiy: Maßnahmen für eine klimaverträgliche Verkehrspolitik in Europa“ analysieren Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament die Problemfelder der aktuellen Mobilitätspolitik. Als Antwort darauf werden alternative Verkehrsvisionen entworfen und mögliche politische Wege dorthin skizziert.

mobilecular wurde von Michael Cramer MdEP damit beauftragt, das verkehrspolitische Team bei der grundlegenden Überarbeitung der Ausgabe von 2009 zu unterstützen. Die neue Fassung wird voraussichtlich Anfang 2013 erscheinen.

Studienauftrag: Können schnelle Güterzüge Luftfracht-Verkehre substituieren?

Vor dem Hintergrund wachsender Gütertransportmengen, steigender Ölpreise und ambitionierter Klimaschutzziele können innovative Güterzüge eine wichtige Rolle in zukünftigen Logistikkonzepten spielen. Das Fachgebiet Schienenfahrwege und Bahnbetrieb der Technischen Universität Berlin untersucht nun im Auftrag der Karl-Vossloh-Stiftung, welche Potenziale für Hochgeschwindigkeits-Güterzüge in Europa existieren. In der ersten Phase wird eine detaillierte Markt- und Trendanalyse durchgeführt. mobilecular war an der Entwicklung des Studiendesigns beteiligt und unterstützt Projektleiter und Doktoranden Lars Wiegelmann in verschiedenen Arbeitspaketen.

Als integralem Bestandteil globaler Luftfrachtnetzwerke kommt dem europäischen Flugverkehr insbesondere mit Blick auf zeitsensible Warensendungen eine wichtige logistische Bedeutung zu. Angesichts der allein für hiesige Kontinental­relationen bis zum Jahre 2030 prognostizierten Verdoppelung des Transport­aufkommens scheint der Stellenwert der Luftfracht auch künftig ungebrochen.

Das sich abzeichnende Mengenwachstum impliziert jedoch umfassende Problemstellungen, welche der Luftverkehr selbst nur in begrenztem Maße bewältigen kann. So tragen drohende Kapa­zitäts­defizite, steigende Betriebskosten sowie eine zunehmend eingeschränkte operationelle Flexibilität dazu bei, dass Luftfracht­dienst­leistungen organisatorisch komplexer und betriebs­wirtschaft­lich herausfordernder werden.

Inwiefern spezielle Angebote des Schienen­güterverkehrs dazu in der Lage sind, ausgewählte inner­euro­päische Luftfracht-Verbindungen zu substituieren, soll im Rahmen des Forschungs­projekts geklärt werden. Hierbei finden vor allem Betriebskonzepte Berücksichtigung, deren Leistungsprofil sich gegenüber straßengebun­denen Road Feeder Service-Verkehren durch maßgeblich höhere Transport­geschwindig­keiten auszeichnet, um die bestehende Nachfrage auch über größere Distanzen hinweg anforderungsgerecht bedienen zu können.