Freightopia – Renaissance des Bahntransports

wascosa_01.jpgIm Jahr 2037 boomt der Güterbahnverkehr und verzeichnet Rekordergebnisse. Die Entwicklung von Innovationen, das Setzen gemeinsamer Standards aller Bahnakteure, das Umsetzen des autonomen Fahrens auf der Schiene oder die Erstellung individualisierter Güter mittels 3D-Druck brachte rückblickend gesehen den Schienenverkehr wieder in die Poleposition.

Die European Rail Freight Association gibt anlässlich der Jahreskonferenz 2037 den dritten Rekordumsatz ihrer Mitglieder in Folge bekannt. Der Ehrenpräsident, des inzwischen einflussreichsten Bahnlobbyverbandes, Andreas Meyer (früher CEO der SBB AG), lässt es sich nicht nehmen, den neuerlichen Umsatzsprung selbst zu verkünden. Zum ersten Mal mit dabei ist Daimler CEO Johann Jungwirth (früher Digitalchef des Volkswagen Konzerns), der massgeblich an der Gründung von Daimler Rail Cargo Services (DARC) beteiligt war. Im Jahr 2031, genau 30 Jahre nach dem Verkauf von Adtranz, läutete der Digitalisierungsexperte mit Milliardeninvestitionen in DARC die Rückkehr des ehemaligen Autoherstellers in den florierenden Bahnmarkt ein. Dabei kopierte DARC das erfolgreiche Konzept der konzerneigenen Mobilitätsplattform moovel und kombinierte eigene Transportangebote mit einer Vielzahl von Services seiner Kooperationspartner, insbesondere mit dem Güterwagensystemanbieter Wascosa. Daimlers Cargo-Plattform setzt wie viele andere inzwischen auf die Bahn als Rückgrat des Serviceangebots im Fernverkehr. Noch vor 20 Jahren sah es nicht nach einer derartigen Wiederauferstehung der Güterbahn aus. Es hätte auch durchaus anders kommen können…

Den kompletten Artikel finden Sie im wascosa Infoletter.

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Cargotopia: Grüne Technologie allein reicht nicht!

fairkehr_cargotopiaDie Zukunft des Güterverkehrs: immer mehr, immer schneller, trotzdem grün – die Technik wird’s schon richten. Für wie lang? Für das Magazin fairkehr hat Mobilitätsforscher Thomas Sauter-Servaes ein Szenario des Güterverkehrs im Jahr 2035 entworfen.

„Ende 2029 kippte die Stimmung. Bis dahin waren sich Politik, Gesellschaft und Industrie einig, dass sich die negativen Auswirkungen des stetig steigenden Güterverkehrs vermeintlich bequem, weil ohne Konsequenzen für den Lebensstil, durch technologische Innovationen beseitigen lassen. Doch wieder einmal hatte man die Rechnung ohne den Rebound-Effekt gemacht: das Phänomen, dass Energieeinsparungen dadurch zunichte gemacht werden, dass die Menschen mit dem gesparten Geld umso eifriger konsumieren…“

Das komplette Szenario lesen Sie auf den Webseiten von fairkehr.

Langsamer ist besser: Starten und Warten für das Klima

wusfdk_kleinIn der Ausgabe 4/2013 des Fachmagazins Internationales Verkehrswesen erörtert ZHAW-Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von der TU Dresden und vom innoz Berlin die Potenziale neuartiger Logistikangebote. Denn nicht immer ist die schnellste Variante auch die beste.

Effizientere Güterverkehre spielen eine entscheidende Rolle, wenn die gesetzten Klimaziele erreicht werden sollen. Tatsächlich bedarfsgerechte Liefergeschwindigkeiten können hierzu ein wichtiger Schlüssel sein, wie die Ergebnisse des „MovingIDEAS“-Innovationsprozesses zeigen.

Im Rahmen des von „MovingIDEAS“ initiierten Wettbewerbs der Deutschen Bahn AG errang das Konzept „Warten für das Klima“ den ersten Platz. Es greift das Problem der steigenden Verkehrs- und Umweltbelastung durch den Versandhandel auf. Dieser Lösungsansatz schlägt vor, dem Kunden die Entschleunigung der Transportprozesse über die „Warten für das Klima“-Option zu ermöglichen.

In dem Beitrag erörtern die Autoren nicht nur ein alternatives Logistikangebot, sondern beschreiben an diesem Beispiel zudem ausführlich einen vorbildlichen Innovationsprozess.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier

1. Platz! „Warten für das Klima“-Konzept gewinnt DB Innovationswettbewerb

movingideas_200Die Innovationscommunity des Wettbewerbs „Moving Ideas“ hat entschieden: Die Innovationsidee „Warten für das Klima“ wurde zum Sieger gekürt. Die Idee stammt von Matthias Schmidt und wurde mit der Unterstützung von mobilecular weiterentwickelt und optimiert.

Der von der DB AG geförderte Innovationswettbewerb „Moving Ideas“ hatte bereits 2012 dazu aufgerufen, Ideen für eine nachhaltigere Mobilität einzureichen. Das nun siegreiche Konzept „Warten für das Klima“ verfolgt dabei den Ansatz, die kontinuierliche Verkürzung der Lieferzeiten im Versandhandel klimaschonend zurückzudrehen. Die Idee sieht vor, dass Kunden im Onlinehandel zukünftig eine maximale Wartedauer von beispielsweise Tagen angeben können, um dem Zusteller die Chance zur Aufkommensbündelung zu geben.

Im Rahmen der Veröffentlichung „Der FUTURZWEI Zukunftsalmanach“ hatte Thomas Sauter-Servaes ein derartiges Angebot bereits unter dem Titel „Emma&Son Lime“ beispielhaft beschrieben.

Soft Mobility – Neue Auflage für neue alte Herausforderungen

In der Broschüre „Soft Mobilitiy: Maßnahmen für eine klimaverträgliche Verkehrspolitik in Europa“ analysieren Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament die Problemfelder der aktuellen Mobilitätspolitik. Als Antwort darauf werden alternative Verkehrsvisionen entworfen und mögliche politische Wege dorthin skizziert.

mobilecular wurde von Michael Cramer MdEP damit beauftragt, das verkehrspolitische Team bei der grundlegenden Überarbeitung der Ausgabe von 2009 zu unterstützen. Die neue Fassung wird voraussichtlich Anfang 2013 erscheinen.

Studienauftrag: Können schnelle Güterzüge Luftfracht-Verkehre substituieren?

Vor dem Hintergrund wachsender Gütertransportmengen, steigender Ölpreise und ambitionierter Klimaschutzziele können innovative Güterzüge eine wichtige Rolle in zukünftigen Logistikkonzepten spielen. Das Fachgebiet Schienenfahrwege und Bahnbetrieb der Technischen Universität Berlin untersucht nun im Auftrag der Karl-Vossloh-Stiftung, welche Potenziale für Hochgeschwindigkeits-Güterzüge in Europa existieren. In der ersten Phase wird eine detaillierte Markt- und Trendanalyse durchgeführt. mobilecular war an der Entwicklung des Studiendesigns beteiligt und unterstützt Projektleiter und Doktoranden Lars Wiegelmann in verschiedenen Arbeitspaketen.

Als integralem Bestandteil globaler Luftfrachtnetzwerke kommt dem europäischen Flugverkehr insbesondere mit Blick auf zeitsensible Warensendungen eine wichtige logistische Bedeutung zu. Angesichts der allein für hiesige Kontinental­relationen bis zum Jahre 2030 prognostizierten Verdoppelung des Transport­aufkommens scheint der Stellenwert der Luftfracht auch künftig ungebrochen.

Das sich abzeichnende Mengenwachstum impliziert jedoch umfassende Problemstellungen, welche der Luftverkehr selbst nur in begrenztem Maße bewältigen kann. So tragen drohende Kapa­zitäts­defizite, steigende Betriebskosten sowie eine zunehmend eingeschränkte operationelle Flexibilität dazu bei, dass Luftfracht­dienst­leistungen organisatorisch komplexer und betriebs­wirtschaft­lich herausfordernder werden.

Inwiefern spezielle Angebote des Schienen­güterverkehrs dazu in der Lage sind, ausgewählte inner­euro­päische Luftfracht-Verbindungen zu substituieren, soll im Rahmen des Forschungs­projekts geklärt werden. Hierbei finden vor allem Betriebskonzepte Berücksichtigung, deren Leistungsprofil sich gegenüber straßengebun­denen Road Feeder Service-Verkehren durch maßgeblich höhere Transport­geschwindig­keiten auszeichnet, um die bestehende Nachfrage auch über größere Distanzen hinweg anforderungsgerecht bedienen zu können.