Zug schlägt Flug – neue Strategien für die Geschäftsreise

zug_schlaegt_flugAuf zahlreichen europäischen Fernverkehrsrelationen ist die Bahn in vielen Fällen die günstigere Mobilitätsalternative als das Flugzeug. Dies zeigt eine Studie, die Thomas Sauter-Servaes gemeinsam mit der Hamburger Quotas GmbH im Auftrag des internationalen Eisenbahnverbandes UIC durchgeführt hat. Weitergehende Analysen machen deutlich, dass insbesondere Geschäftsreisende hohe Beträge sparen können, wenn Sie mit dem Hochgeschwindigkeitszug auf Flughöhe Null reisen. Welche Herausforderungen und Chancen sich für die Bahnbetreiber ergeben, wird im Artikel „Zug schlägt Flug“ anschaulich erläutert.

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Rail beats air in European fare comparison

railway-gazette-uicGemeinsam mit dem Hamburger Büro Quotas GmbH hat mobilecular für den internationalen Eisenbahnverband UIC im vergangenen Jahr die Reisekosten auf ausgewählten europäischen Städteverbindungen analysiert. Verglichen wurden Bahn- und Flugticketpreise für drei Reisetypen auf Relationen, auf denen die beiden Verkehrsoptionen im Hinblick auf die Gesamtreisezeit tatsächlich im Wettbewerb stehen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wurde nun in der Railway Gazette publiziert:

Train travel in Europe, in the public’s view, suffers from extraordinarily high fares. This contrasts strongly with air travel, where liberalisation of the European passenger aviation market has led to cut-throat price competition on many domestic and international routes. As a result, the airlines offer extremely low fares that are heavily promoted and advertised.

Despite the fact that only small numbers of tickets are available at these low prices, these airline marketing activities have had a strong influence on the public perception of inter-city rail fares. The airlines’ advertised starting prices have become an important reference point for consumers’ price assessments of competing travel modes, and the assumed price advantage of air travel affects their booking behaviour. Expecting to find the best travel prices at airlines, consumers tend to narrow their search to online flight-booking engines such as Kayak, ebookers and eDreams. As most of these online tools do not offer any price comparison between modes, the majority of travellers do not even bother to check rail fares. To make matters worse, travellers usually compare the journey times of air and rail without taking into account the additional access and processing times at airports — which is likely to increase further as a result of recent events.

This is the background to a 2014-15 study commissioned by the International Union of Railways entitled European Air-Rail-Bus Price Comparison. The purpose of this study was to review current ticket prices for rail, air and coach travel on selected domestic and cross-border routes, where air and rail are comparable thanks to similar overall travel times. Do travellers really obtain the best price by going with a so-called low-cost airline? Or could they save significant amounts of money by choosing rail over air?

Den kompletten Artikel finden Sie in der Januar-Ausgabe der Railway Gazette ab Seite 49.

Weitere Presseartikel zu diesem Forschungsbericht:

 

mobilecular gewinnt Open Innovation Wettbewerb der DB AG

movingideasAuf der Open Innovation Plattform MovingIDEAS sucht die Deutsche Bahn AG nach innovativen Lösungen für einen besseren Schienenverkehr. Im Rahmen der Kampagne „Neue Energie für die Schiene – Power to the rails“ waren Ideen gefragt, wie der Schienenverkehr weitaus weniger CO2-Emissionen emittieren könnte – ohne dabei an Leistungsfähigkeit und Servicequalität einzubüssen. Der erste Preis ging an das Konzept „DB Renewables Club“ von Thomas Sauter-Servaes.

Der „DB Renewables“ Club will Kunden die Möglichkeit bieten, sich an „Erneuerbare Energien (EE)“-Projekten auf DB-Flächen zu beteiligen. Auf einer Crowdfunding-Plattform sollen diese in von der DB oder von ihr eingesetzten Projektpartnern initiierte Projekte investieren können. Ziel ist es, sich im Themenfeld EE deutlich als relevanter „Enabler“ und „Treiber“ über Demonstrationsprojekte hinaus zu positionieren und die eigenen Kunden aktiv in die DB-Aktivitäten zur Energiewende einzubeziehen.

mobilecular berät Verkehrsausschuss des Dt. Bundestages

nz-anhoerung_01Im europäischen Nachtzugverkehr ist seit einiger Zeit eine existenzgefährdende Abwärtsspirale zu beobachten. Nachdem sich die SBB schon im Jahr 2000 aus dem ursprünglich von SBB, ÖBB und DB gegründeten Kooperationsprojekt City Night Line (CNL) und dem Nachtzugverkehr insgesamt verabschiedet hat, fährt die ursprünglich für ihre „swissness“ gerühmte Nachtzugmarke CNL heute unter alleiniger Federführung der DB AG einem schleichenden Tod auf Raten entgegen. Bereits in der Vergangenheit wurde das Streckennetz stufenweise deutlich reduziert, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 entfielen nun die Relationen Basel/Amsterdam/Prag – Kopenhagen sowie Hamburg/Berlin/München – Paris.

Vor diesem Hintergrund wurde in der Öffentlichen Anhörung des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages am 14.01. in Berlin über die Zukunft des Nachtzugs und der möglichen Einflussnahme der Politik beraten. Thomas Sauter-Servaes unterstützte den Prozess als geladener Sachverständiger. Die vollständige Stellungnahme sowie alle Einschätzungen der Experten finden sich ebenso im Internet wie die Pressemitteilung des Bundestags und die Berichterstattung in der Presse (z.B. TAZ).

Bahn bleibt billiger – auch bei grenzüberschreitenden Städteverbindungen ist der Flieger teurer

vcd_cover_bahntest2013Kurztrip, Urlaub oder Geschäftsreise – in beliebte europäische Metropolen fliegen viele Deutsche, anstatt mit der Bahn zu reisen. Aus ökologischer Sicht, aber auch mit Blick auf den Preis – eine Fehlentscheidung. Das zeigt der aktuelle Bahn-Flug-Preisvergleich des ökologischen Verkehrsclubs VCD.

374 fiktive Reisen auf elf Strecken in benachbarte Länder hat der Mobilitätsforscher der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Thomas Sauter-Servaes, im Auftrag des Verkehrsclub Deutschland (VCD) getestet. Berücksichtigt wurden dabei verschiedene Reisetypen mit Bahn und Flugzeug und auch unterschiedliche Vorlaufzeiten der Ticketbuchung. Analog zum Test auf innerdeutschen Strecken aus dem Vorjahr (siehe VCD Bahntest 2012) konnte die Bahn erneut deutlich den Preisvergleich für sich entscheiden. In 93 Prozent der Reisen ist das Bahnfahren günstiger als Fliegen. Der durchschnittliche Flugpreis ist doppelt so hoch wie der Bahnpreis. Damit wird bestätigt, ob innerdeutsch oder europäisch, auf Kurzstrecken ist die Bahn im Preisvorteil.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

In der Presse wurden die Ergebnisse des Preisvergleichs umfangreich dokumentiert und diskutiert. Unter anderem berichteten die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Focus Online und sueddeutsche.de.

Studie zum Nachtzugverkehr der Zukunft veröffentlicht

nz-studieGemeinsam mit der DB International hat mobilecular im Auftrag des Internationalen Eisenbahnverbands (UIC) die Zukunft des Nachtzugverkehrs in verschiedenen Regionen der Welt untersucht. Ziel war die Klärung der Fragestellung, inwiefern die Nutzung von Hochgeschwindigkeitsstrecken und -fahrzeugen neue Chancen für den Nachtzugverkehr bieten. Als Benchmark für die Kostenseite wurden dabei ausgewählte Low Cost Airlines herangezogen.

In der Summe kommt die Untersuchung zu dem Schluss, dass entsprechende Nachtzugangebot eine umweltfreundliche Alternative zum Mittelstreckenluftverkehr bieten könnten. Auf zahlreichen Destinationen im Entfernungssegment über 2.000 km sind Bahnverbindungen mit Reisezeiten unter 12 Stunden realistisch umsetzbar. Allerdings scheitert aktuell die intermodale Wettbewerbsfähigkeit an den ungleichen Wettbewerbsbedingungen zwischen Flugzeug und Zug im internationalen Verkehr sowie den zum Teil exorbitant hohen Infrastrukturnutzungsgebühren im Schienenverkehr.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

Zug schlägt Flug! VCD Bahntest 2012 weist Preisvorteil der Bahn nach

In seinem diesjährigen VCD Bahntest hat der Verkehrsclub Deutschland die Preise von Zugfahrten und Flügen auf typischen innerdeutschen Relationen miteinander verglichen. mobilecular war maßgeblich an der Entwicklung des Untersuchungsfokus und des Grundkonzepts beteiligt.

Der VCD Bahntest 2012 weist auf der Grundlage von 270 simulierten Reisefällen praxisnah nach, dass die Bahn kostengünstiger ist als ihr Ruf – und als der Flieger. In über 90 Prozent der Fälle war sie preislich die bessere Alternative gegenüber dem Flugzeug. Dabei wurden BahnCard-Rabatte noch nicht in die Berechnung einbezogen. Gerade bei kurzfristigen Reisen vergrößern diese den Preisabstand zwischen Flug und Zug voraussichtlich erheblich.

Angesichts der in vielen Kreisen kursierenden Reisegeschichten überrascht dieses Ergebnis. Trotz der steuerlichen Benachteiligung bei der Treibstoffbesteuerung ist die Bahn innerdeutsch deutlicher Preisführer.

Die ausführlichen Resultate der Studie sind hier abrufbar.