Autocalypse now? Autonomes Fahren ändert alles

ing-meet-ing

Digitalisierung, Elektrifizierung und Robotisierung führen zu einer revolutionären Transformation des Verkehrssektors – und das wahrscheinlich viel schneller als bisher angenommen.

Die Grenzen zwischen öffentlichem und individuellem Verkehr verschwimmen, disruptive Startups nutzen die großen Effizienzdefizite für innovative Geschäftsmodelle, Mobilität wird bedeutend kostengünstiger als bisher. Mit welchen Auswirkungen auf Leben und Lebensräume?

Zusammen mit weiteren Entwicklern, Betreibern und Nutzern zukünftiger Verkehrssysteme wollen die beiden Ingenieurvereine VDI und VDE, zu denen allein in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) über 4.000 Ingenieurinnen und Ingenieure zählen, dieser Frage auf den Grund gehen und Impulse für die Gestaltung menschen- und umweltgerechter Mobilität für OWL erarbeiten.

Anlässlich der VDI- und VDE-Initiative „Stadt:Denken – Stadt der Zukunft“ hatten die beiden Ingenieurvereine VDI OWL und VDE OWL im Rahmen der 14. Auflage der renommierten ing.meet.ing-Veranstaltung am 13.12.2017 zur Diskussion geladen. Vor 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Bielefelder Stadthalle erläuterte der diesjährige Festredner Thomas Sauter-Servaes, dass die Neuausrichtung der Mobilität zu den großen Herausforderungen unseres zukünftigen Zusammenlebens gehört. Schon in wenigen Jahren wird der individuelle Autoverkehr, wie wir ihn kennen, der Vergangenheit angehören.

Details zur Veranstaltung finden sich in der Pressemitteilung von VDI/VDE sowie auf der Webseite des VDI.

Bilder: VDI OWL, Fotografie Hanna Retz

 

Advertisements

mobilecular im Interview mit Bearing Point

ubs-forum_01Dr. Thomas Sauter-Servaes, Mobilitätsforscher und Leiter des Studiengangs Verkehrssysteme an der ZHAW School of Engineering, erklärt im Interview mit der Management- und Technologieberatung Bearing Point seine Sicht auf die Verkehrswelt von morgen.

Anlässlich des renommierten UBS Innovation Forum in Wolfsberg veranschaulichte er die Bedeutung des Smartphones in der Welt der Mobilität, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder durch Connected Cars und zeigte Möglichkeiten und Konsequenzen der Vermischung des Individual- und Öffentlichen Verkehrs auf.

Mobilität 2030 – Das schnelle Ende der Strasse, wie wir sie kennen

regiomove

E-Mobilität, Sharing Economy, Digitalisierung und Automatisierung werden unsere Lebensweise verändern. Im Rahmen der Initiative RegioMove werden die Fragen gestellt: Wie werden wir in 15 Jahren in Romanshorn, in Payerne oder im Emmental unterwegs sein? Wie sollen Gemeinden und Regionen die kommenden Chancen und Herausforderungen anpacken und aktiv mitgestalten? Welche Handlungsspielräume und innovativen Lösungsansätze bieten sich an?

An der 1. Fachtagung RegioMove wurden diese Fragen von Vertreterinnen und Vertretern aus Gemeinden und Regionen mit Fachleuten von Bund, Kantonen und Verbänden sowie Anbietern von Zukunftslösungen im Bereich Mobilität diskutiert. Mit dabei war Thomas Sauter-Servaes, der die rund 80 Teilnehmenden in Romanshorn am Bodensee über die gegenwärtige Dynamik im Bereich Verkehr informierte und Auswirkungen von Elektrifizierung, Sharing und Robotisierung auf den ländlichen Raum skizzierte.

Trendinterview zur Zukunft der Mobilität

tcs_02Dreimal jährlich informiert die Mobilitätsakademie des TCS in ihrem Trendbrief über Zukunftsthemen und lädt hierfür auch Experten und Partner ein, ihren Blick auf die Zukunft der Mobilität zu schildern. Der Trendbrief soll dazu anregen, sich Gedanken zur Zukunft der Mobilität zu machen und Diskussionen zu Trends und Visionen anzustossen. In der Ausgabe vom Oktober 2017 stand Thomas Sauter-Servaes Rede und Antwort auf 10 Fragen der Mobilitätsakademie. Das komplette Interview ist auch online verfügbar.

 

mobilecular zu Gast in der SRF Arena

arena_01Am 22. Oktober lautete das Thema der SRF-Politsendung ARENA „Ungebremste Mobilität“. Neben den Diskutanten

Evi Allemann, Nationalrätin SP/BE, Präsidentin VCS
Thomas Hurter, Nationalrat SVP/SH, Präsident ACS
Balthasar Glättli, Nationalrat Grüne/ZH
Andreas Burgener, Direktor Auto-Schweiz

war Thomas Sauter-Servaes eingeladen, die Sichtweise der Wissenschaft in die Diskussion einzubringen. Konkret ging es in der Sendung um folgende Inhalte:

„Stau auf den Strassen, verspätete Züge, vollgestopfte Trams. Es wird eng auf Strasse und Schiene. In der Schweiz nimmt die Mobilität seit Jahren zu. Wie lange noch kann unsere Verkehrsinfrastruktur dem standhalten? Und: Hat es in der Schweiz überhaupt Platz für mehr Strassen und längere Zugperrons?

Wir alle reisen öfter und weiter: Bis 2040 soll der Personenverkehr um 25 Prozent zunehmen, so die Prognose des Uvek. Immer mehr Menschen sind unterwegs – und die Infrastruktur stösst an Grenzen. Was muss man tun, damit wir alle wieder besser vorwärtskommen? Brauchen wir mehr Strassen für mehr Autos, flexible Tempolimiten auf den Autobahnen oder braucht es mehr Züge mit mehr Kapazität?

Die Infrastruktur auszubauen ist jedoch nicht überall möglich und wäre teuer. Und Fakt ist, ausgelastet sind Schiene und Strasse nur wenige Stunden pro Tag – zu den Stosszeiten. Kann man die Pendlerströme besser lenken und die Pendler dazu bringen über den Tag verteilt zu reisen? Stichwort Mobility Pricing.

arena_02

Die Idee ist, Mobilität zu den Hauptverkehrszeiten teurer zu machen. Wer zum Beispiel um 10 Uhr in den Zug steigt, zahlt weniger für das Billett als wer um 7 Uhr losgeht. Und auch das Autofahren würde unterschiedlich viel kosten, abhängig von Strecke und Tageszeit.

Wäre eine vollständige Umkrempelung unseres Verkehrssystems mit der heutigen Arbeitswelt überhaupt zu vereinbaren? Was würde eine solche Lenkung für die Wirtschaft bedeuten? Oder bleibt uns am Ende gar nichts anderes übrig als Mobility Pricing, weil unser Verkehrssystem sonst irgendwann kollabiert?“

Die Sendung ist komplett online verfügbar.

 

Mit neuen Wagen Neues wagen?! Einblicke in die Mobilitätswelt von morgen

ubs„Jeder von uns wünscht sich eine uneingeschränkte individuelle Mobilität. Verkehrsüberlastungen, überfüllte Züge und der ungebremste Ressourcenverbrauch machen aber auch deutlich, dass ein weiteres unkontrolliertes Wachstum des Mobilitätsaufkommens zum Kollaps führen wird. Welche Wege müssen wir daher für die Zukunft einschlagen? Ist das selbstfahrende Auto die Lösung für mehr Sicherheit und zur Vermeidung von Staus? Ist das Car Sharing eine echte Alternative zum eigenen Fahrzeug oder raubt es uns Flexibilität und Status? Welche Auswirkungen hat die Mobilität von morgen auf unsere individuelle Freiheit und auf unsere Wirtschaft?“

Diese und ähnliche Fragen formulierte die UBS als Ausgangspunkt für das zweitägige UBS Innovation Forum „Autocalypse now? Weichenstellungen für die Mobilität von morgen“ in Ermatingen. Als Referenten waren u.a. Frank M. Rinderknecht, Prof. Dr. Kay W. Axhausen, Daniel Wiener und Wim Ouboter geladen. Den zweiten Tage eröffnete Thomas Sauter-Servaes mit seinem Impulsreferat „Mit neuen Wagen Neues wagen?! Einblicke in die Mobilitätswelt von morgen“, in dem er die neuen Potenziale und Ökosysteme der Mobilität im Allgemeinen und der Automobilität im Speziellen skizzierte.

Links & Likes – Wie die Digitalisierung die Mobilität von morgen revolutioniert

zurich_01Auf Einladung von Tuncay Özdemir, Leiter Automotive bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG präsentierte Thomas Sauter-Servaes am 27. September 2017 seine Einschätzung zu den Perspektiven der Versicherungswirtschaft im Automobilmarkt der Zukunft. Vor ausgewählten Vertretern der Automobilwirtschaft und aus dem Hause der Zurich Autoversicherung machte er in seinem Impulsvortrag deutlich, welche Bedeutung das neue Kooperations-Paradigma in der (Auto-)Mobilität erlangen wird und dass die digitalen Ökosysteme rund um das Automobil eine entscheidende Rolle bei der Umsatzgenese von morgen spielen werden. Dies wurde im Referat an Fallbeispielen illustriert und in der anschliessenden Diskussion weiter vertieft.