Carquake – Das grosse Beben im Mobilitätsmarkt

zdk_01Am 20. September 2018 fand im Congress Centrum der Messe Frankfurt die Bundestagung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) statt. In seiner Keynote zum Auftakt der Veranstaltung nahm Thomas Sauter-Servaes die rund 400 Teilnehmer mit auf eine Reise in die Zukunft der Mobilität.

Im Vordergrund dieser Reise standen die rasanten Entwicklungen im Bereich der Personenverkehrsmobilität auf der Strasse. Angeschoben durch die Digitalisierung müssen sich auch und gerade die etablierten Akteure des Kfz-Gewerbes mit den zukünftigen Marktveränderungen auseinandersetzen und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Vorgestellt wurden Chancen und Risiken des revolutionären Umbruchs im Mobilitätssektor. In der anschliessenden Diskussionen zeigte sich, das die Akzeptanz neuer Mobilitätsformen von den Teilnehmern noch als sehr kritisch eingestuft wird.

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Zukunft der Güterbahn im Zeitalter von Industrie 4.0, Digitalisierung und e-commerce

vap_01Am 31.08.2018 fand in Bern die Generalversammlung des VAP Verband der verladenden Wirtschaft statt. Vor über 130 Mitgliedern und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung aus der Schweiz und Europa war Thomas Sauter-Servaes am anschliessenden Verkehrsforum mit Podiumsdiskussion zur Zukunft der Güterbahn beteiligt.

In seiner Keynote zeigte er der Zuhörerschaft auf, in welche Richtung sich der Transport von Gütern in der Schweiz und in Europa entwickeln werde. Die Erstellung individualisierter Konsumgüter auf der Basis von 3D-Druck spiele eine zentrale Rolle. Auch die Seidenstrasse nach Europa mache den Schienengüterverkehr attraktiver.

Für den Schienengüterverkehr sei ein „Apollo-Programm“ des EU-Parlaments erforderlich. Wie bei der Saturn-V-Rakete hätte das Programm verschiedene Stufen, um ans Ziel zu gelangen. Einen grossen Einfluss auf den künftigen Schienengüterverkehr werde die Reaktivierung der Seidenstrasse nach Europa haben, dank der sich für die Schiene enorme Wachstumspotenziale ergeben. Die Erstellung  individualisierter Konsumgüter auf der Basis von 3D-Druck fördere den Transport von Grundstoffen, die in zentralen Druck-Shops „on demand“ in Waren aller Art verwandelt werden könnten. Der Güterstruktureffekt kehre sich plötzlich um. Visionen entwickeln, Kräfte bündeln und Technologie umsetzen – das seien die künftigen Leitlinien, an den sich der Schienengüterverkehr orientiere, hielt Sauter-Servaes abschliessend fest.

Im Anschluss an das Referat diskutierte Thomas Sauter auf dem Podium mit namhaften Vertreter der Logistikbranche aus der Schweiz und Europa unter der Leitung des NZZ-Redakteurs Paul Schneeberger über die Zukunft der Güterbahn im Zeitalter von Industrie 4.0, Digitalisierung und e-commerce.

Bildquelle: VAP

Links & Likes – Wie die Digitalisierung die Mobilität von morgen revolutioniert

mdm_01Verkehrsdaten sind einer der bedeutendsten Treiber für Innovation in der Mobilität. Der MDM: Mobilitäts Daten Marktplatz bringt Anbieter, Nutzer und Veredler von Verkehrsdaten zusammen. Als neutrale Plattform sorgt er für transparente Konditionen und sichere technische Standards.  Er ist damit die zentrale Plattform für Verkehrsdaten in Deutschland. Der MDM ist Teil des Innovationsprogramms der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Projektsteuerung liegt bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).
Regelmäßig werden dabei Experten aus Wirtschaft, Forschung, Politik und öffentlicher Verwaltung auf gemeinsamen Konferenzen miteinander in Dialog gebracht. Im Juni 2018 waren Nutzer und alle Interessierten zum Netzwerk MobilitätsDaten nach Berlin eingeladen. Im Mittelpunkt stand das gesamte Themenspektrum rund um Mobilität, Daten, Innovation. Der Open Space-Ansatz der Konferenz ermöglichte es allen Teilnehmern aktiv mitzudiskutieren.
Am zweiten Tag der Konferenz eröffnete Thomas Sauter-Servaes mit seiner Keynote „Links & Likes – Wie die Digitalisierung die Mobilität von morgen revolutioniert“ die Veranstaltung.
(Bildquelle: MDM)

Next Autopia III – VW AutoUni gastiert in Hamburg

volkowagen_01Ende Juni 2018 begleitete mobilecular ein weiteres Mal die VW AutoUni auf einer „Learning Journey“. Veranstaltungsort war diesmal Hamburg. Im Coworking Space von Rent24 gab es vier inhaltliche Impulse.

Neben der Zukunftsperspektive „Next Autopia“ von Thomas Sauter-Servaes skizzierte Prof. Dr. Stephan Rammler die Auswirkungen gegenwärtiger Megatrends auf Mobilität und Verkehr. Grundlage war sein in diesem Jahr erschienenes Buch „Volk ohne Wagen“. Weiterer Diskussionsinput kam von Prof. Dr. Günter Faltin, Gründer der Teekampagne, und Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz, Leiterin des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der TU Braunschweig. In jeweils anschliessenden Fishbowl-Sessions wurden die Kernaussagen der Referenten mit den Teilnehmern der Learning Journey diskutiert.

Mehr fuhr, weniger park

driversity_01.jpgDas driversity-Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, attraktive Mobilitätsangebote für Arbeitnehmer schneller als andere zu finden. Arbeitswelten wandeln sich: Neue Arbeitsformen, veränderte Arbeitsräume, Urbanität, Digitalisierung und Wertewandel. Die Ansprüche auch: Im Wettbewerb um Fachkräfte müssen Unternehmen ein flexibles Arbeitsumfeld bieten – umweltfreundliche Mobilitätsangebote inklusive.

Die driversity-Veranstaltung „Wendepunkte“ am 12. Juni in Heilbronn wollte Antworten auf diese Herausforderungen finden. Sie bot spannende Vorträge und innovative Formate, wie das BarCamp zum Thema smarte Lösungen für die Mitarbeitermobilität von morgen. Dabei trafen sich Experten aus den Bereichen Mobilität, Human Ressources und Nachhaltigkeit. mobilecular übernahm kurzfristig die Keynote vom Prof. Stephan Rammler und diskutierte in der zweiten Break-Out-Session gemeinsam mit Vertretern des Flottenanbieters Alphabet und der Deutschen Bahn AG innovative Angebote für die Mitarbeitermobilität.

 

Stadtwerkstatt Winterthur: Wege – begehen und weiterkommen

faw_01Das Forum Architektur Winterthur lädt zu interdisziplinären Stadtwerkstätten ein und beteiligt sich so an der von der Stadt durchgeführten Testplanung «Räumliche Entwicklungsperspektive Winterthur 2040». Die Ergebnisse der Testplanung sollen die Grundlage für das neue Entwicklungsleitbild von Winterthur bilden.

Gemeinsam mit der interessierten Winterthurer Bevölkerung will das Forum die Planung der zukünftigen Stadt bereichern, beflügeln und im Alltag mittragen. Darum organisieren wir interdisziplinäre Anlässe, die zu einer gemeinsamen Vorstellung einer räumlichen Entwicklung beitragen: die Stadtwerkstätten.

Am 26. Mai standen in der dritten Stadtwerkstatt folgende Aspekte im vordergrund: Selbstfahrende Autos und mehr Menschen verändern die Verkehrsflüsse. Wie viel und welche Mobilität braucht die Stadt? Sind plötzlich schmalere Strassen und weniger Parkplätze gefragt, weil das Car-Sharing ein Gebot der Stunde ist? Wird der Strassenraum noch vielfältiger oder ist eine Segregation zielführender? Wie lassen sich Strassenräume entwickeln, die trotz ihrer hohen Verkehrsdichte eine gute Aufenthaltsqualität bieten?

Thomas Sauter-Servaes war eingeladen, seine Perspektive auf die Zukunftsmobilität zu schildern. Er diskutierte diese Sichtweise im Anschluss an den Vortrag mit Andreas Sonderegger und Fritz Kobi.

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Mobilität findet Stadt – Kommunen als Enabler von Mobilität

vw_03Ein 100%-Umstieg auf selbstfahrende Fahrzeuge könnte nach diversen Modellrechnungen dazu führen, dass die heutige Verkehrsleistung mit nur zehn Prozent der gegenwärtigen Fahrzeuganzahl abgewickelt werden kann. Die damit verbundene Vision, Städte zukünftig deutlich lebensfreundlicher zu gestalten, kann aber nur erreicht werden, wenn diese die Transformation aktiv mitgestalten, z.B. durch Reduktion von Parkflächen.

Beispielhaft wird dies zurzeit u.a. in Florida erforscht. Im Südwesten des Staates entsteht eine neue, sehr nachhaltig konzipierte Stadt namens „Babcock Ranch“, die nicht nur vollständig durch Solarstrom versorgt wird, sondern auch so konzipiert wird, dass sie autonom fahrenden Fahrzeugen ideale Bedingungen bietet. Doch ist die damit verbundene Tür-zu-Tür-Beförderung tatsächlich erstrebenswert oder enden wir damit wie bei dem Hollywood-Szenario aus Wall.E als faule dicke Menschen?

Wie können darüber hinaus mögliche Entwicklungspfade bei bereits bestehenden Städten beschrieben werden. Sind hier Konzepte einer Mobilitätsflatrate wie es sie mit Whim bereits in Helsinki gibt und die sich problemlos auch auf autonom fahren-de Fahrzeuge erweitern ließe, eine realistische Zukunftsoption?

Im Rahmen der Vortragsreihe „Mobilität findet Stadt – Kommunen als Enabler von Mobilität“ referieren und diskutieren hochrangige Experten aus der Wissenschaft und der Volkswagen AG zu verschiedenen Themen. Thomas Sauter-Servaes ging in seinem Vortrag vor über 300 Zuhörern in Wolfsburg und in der konzerninternen skype-Liveübertragung darauf ein, welche zukünftige Mobilität nachhaltig erfolgreich sein kann und auf welche Art und Weise sich die Städte mit ihrer Verkehrsinfrastruktur darauf vorbereiten müssen.